Texte, TextGeschichten

unBekannte Szene

Aufgestanden-
Nein, schon wach gewesen. Angekleidet. Zeit vergangen-
Ein Gedanke in mir:
Zeit ist ein seltsames Ding, sollte eigentlich eine Konstante sein. Doch die Aufgetauchte weiß, es ist nur Schein.

Ins Bad gerannt-
Kaltes Wasser lĂ€uft ĂŒber die HĂ€nde, alles taub, kein GefĂŒhl. Körperlos spritz ich mir Wasser ins Gesicht, tauche auf, aus dem Nass und schaue in ein fremdes Gesicht-
Registriere, das bin ich.
Im Spiegelbild erkenne ich mich, tief hinter den Augen, doch das drum herum, alles fremd.
Verstand sagt: Das bist du!
Nein! Das bin ich.

Abgewandt-
RĂŒckwĂ€rts gelehnt steh ich da, Wassertropfen fallen tief von meinem Kinn. Der freie Fall ins Nichts.

Aufschlag-
Die Tropfen der reale Raum, ist doch vorhanden, da. Tropfen fallen auf den Boden und ich spĂŒre_nehme war. Die Tropfen, sie sind kein Wasser, einfach so. Sie kommen aus mir, brechen heraus, verlassen die Augen-
Registirere meine Augen.
Wollen sagen, schreien ganz still: Bitte, hilf mir heraus, aus mir!
So steh ich da, warte leise. Hoffe das ich bleib und hab Angst, dass das Neue mich zerreißt.
Ich spĂŒre es nicht, doch ich weiß, eine Hand auf meiner Schulter. Sie zieht, dreht mich herum, spĂŒre nichts.
Schatten, saust ĂŒber mein Gesicht, die Kraft reißt mich nieder.
Metallgeschmack, Übelkeit, WĂŒrgen, mein Körper gibt Zeichen-
Falle, wie die TrĂ€nen doch der harte blutige Aufprall lĂ€sst mich bleiben, katapultiert mich in den realen Raum. Liege vornĂŒber, alles dunkel. Noch immer kein GefĂŒhl, spĂŒre nichts.
Körper, wird herum geworfen. Kann hinaus sehen.
Wanne, ist auch da, bemerke fĂŒr mich, Wasser ist drinnen. Boden bedeckt mit seltsamen Kabeln, alles schein nicht real-
Verstehe es nicht, suche nach einem Ausweg, finde ihn nicht.
Kein GefĂŒhl, nichts.
Schatten, sind mehr geworden.
Ziehen an mir- mir, dem Körper- meinem Körper.

Zeit vergangen-
Wasser, umschlossen_erwacht.
Reise den Mund auf, will atmen. Eisiges Wasser fĂŒllt meine Lungen, ĂŒberall Wasser.
Verstehe nicht, fĂŒhle nicht.
Körper, wird raus gezogen, brutal lande ich im irgend_nirgendwo.
Dann, irgendwann, ein GefĂŒhl, kann es kaum glauben. FĂŒhle, meinen Körper. FĂŒhle, ein Schmerz in mir. Ein Schmerz unbeschreiblich.
Ich registriere Geruch, verbrannte Haut, versenktes Fleisch, alles zu viel, verstehe nicht.

Falle-versinke, denke zu viel- Ruhe.

Aufgestanden-
Nein, schon wach gewesen. Angekleidet, Zeit vergangen-
Ein Gedanke in mir:
Zeit ist ein seltsames Ding, sollte eigentlich eine Konstante sein. Doch die Aufgetauchte weiß, es ist nur Schein.

Stehe da im Bad-
Abgewandt von mir, mit dem RĂŒcken zu mir steh ich da, mein Haar ist nass, Tropfend, Verwirrtheit macht sich breit.
Blicke auf, stelle fest:

Anderes Bad-
Nicht nur die Zeit haben SIE in der Hand, auch Ort und Raum, dem können SIE vertrauen.
Und ich, ich steh da, keine Konstante, alles verÀnderbar, alles Àndert s_m_d_ich.
Dreh mich um, schauen mir im Spiegel entgegen, der Körper wieder ein Fremder, fĂŒhl nach…
Was fĂŒhle ich? FĂŒhle den Schmerz, stehe da, betrachte das zerschundene Gesicht.
Die Frage in mir schreit danach: Was ist wahr und was nicht?
Was ist Schein was real?
Erschrecke vor meiner selbst, sehe der Mund bewegt sich, die Lippen formen immer wieder still ein Wort:

„lauf!, LAUF!, LAUF!… „

und ein Gedanken in mir, ruft mir leise zu:

„
weit, weit- fort.“

copyright by MissTueftelchen

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